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Stefanie mit neuer Single "Mother's Heart"

Stefanie Heinzmann - Mother's Heart

Stefanie Heinzmann - Mother's Heart

Heute erscheint die neue Single "Mother's Heart" der Sängerin aus der Schweiz. Nach Ausflügen in Eurodance-Gefilde mit "Alle Farben" geht es jetzt wieder rockiger zu.

"Über den Dance-Pop-Sound werden sich einige gewundert haben, aber für mich als Künstlerin ist es ein großartiges Gefühl, mit dieser Single auch einmal eine andere Seite zeigen zu dürfen", so Stefanie Heinzmann über "Build a House", das u. a. die Top 10 der Radio-Charts erreichte.

Stefanie Heinzmann schaut mit uns in den Spiegel in "Mother's Heart". Fragend, ehrlich, nah. Wie haben wir uns mit acht Jahren gesehen? Wie mit zwölf? In "Mother's Heart" erzählt uns Stefanie, wie sie als Kind Schönheitsidealen hinterher strebte, während sie ihr Äußeres als Teenager unbedingt auf Krawall bürsten wollte. "Ich habe Phasen, da finde ich mich einfach total doof. Bin ich weiblich genug? Sind die Brüste zu klein? Ist der Hintern zu dick? Da kamen mir meine Eltern in den Sinn, die stolz auf mich sind, egal was ich mache. Für die bin ich das tollste Mädchen der Welt", sagt Stefanie. Dieser Gedanke inspirierte sie zu "Mother's Heart".

"Mother's Heart" ist der zweite Vorbote zum am 22. März erscheinenden neuen Album "All We Need Is Love". Eine Tour, die u.a. in Bremen, Nürnberg und Dortmund Halt machen wird, ist geplant. "Live zu spielen, macht mich glücklich. Es ist einfach toll, zu spüren, wie man vor der tausendsten Show immer noch aufgeregt ist. Die begeisterten Gesichter im Publikum, der Spaß mit meiner Band auf der Bühne – das sind die Gründe, warum ich mich für diesen Lebensweg entschieden habe."

Vorschläge für Stefanies neues Album gesucht

Stefanie Heinzmann sucht Ideen

Stefanie Heinzmann sucht Ideen

Gut gemeint ist die Idee ja: Stefanie Heinzmann fordert ihre Fans dazu auf, inhaltliche Vorschläge für ein neues Album zu machen. Einige davon dürften bald im Abfallkübel landen.

In Stockholm entsteht derzeit das neue Album von Stefanie Heinzmann. Inhaltliches dürfen die Fans mitbestimmen, wie die Sängerin auf Instagram schreibt. Tobson96 schlägt vor, dass Heinzmann über die «Freiheit bei Roadtrips» schreiben könnte. Ein weiterer User meint: «Vielleicht darüber, dass es menschlich ist, Fehler zu machen. Und dass man nicht alles machen muss, was andere von einem erwarten.» Natürlich könnte die Walliserin auch etwas machen «über das, was kommen wird», wie jemand anderes orakelt.

Manche werden gar richtig philosophisch: «Ich glaube, ich würde übers nächtliches Wachliegen schreiben, übers Erwachsensein, übers Alleinsein, über Druck oder übers Tanzen, über Heimat und Heimkommen.» Schön. Andere reagieren mit Augenzwinkern: «Über e Rägewurm, wo d Wäut entdeckt», kommentiert Andi Kopp. Ob Heinzmann dank dieser Vorschläge wieder einen Swiss Music Award holt, so wie hier 2016? Wir werden es sehen respektive hören.

Fast zweieinhalb Jahre ist es her, seit Stefanie ihr letztes Album «Chance of Rain» herausgebracht hat. 39 Wochen lang war es in den Schweizer Charts und kletterte dabei bis auf Platz vier.

Nun feilt die 28-Jährige in Stockholm an einer neuen Platte. Auf Instagram fordert Heinzmann ihre Fans dazu auf, ihr mitzuteilen, worüber sie denn schreiben soll.

Eingegangen sind bis dato ernsthafte, wenn auch nicht sonderlich kreative Vorschläge wie «Weltfrieden» oder «Respekt und Toleranz». Ein User schlägt zudem vor, einen Song über das, «was wirklich zählt», zu kreieren.

Nicht ganz überraschend melden sich bei Heinzmann auch einige einheimische Fans zu Wort: Die Sängerin solle sich doch «Ubär z'Wallis und di hibschu Bäärga, di Triibla und där Schnee» Gedanken machen. Oder wie wäre es mit einem Song über «die Fahrt durch den Lötschberg in die Heimat», wie es jemand anderes wünscht?

Einige nehmen Heinzmanns interaktive Aktion nicht ganz so ernst: Um «Köttbullar und Ikea» soll es auf dem neuen Album gehen, scherzt ein Instagram-User. Und eine Person, die sich Nehls0n nennt, kommentiert: «Essen! Eiersalat z. B. Kuss, du Nuss!»

Heinzmann wird wohl noch einige Köttbullar und Eier brauchen, bis sie die richtigen Songzeilen gefunden hat. Wann ihr neues Album erscheint, ist noch nicht klar.

Stefanie Heinzmann: Neues Album 2018?

Stefanie Heinzmann im Rosenhof

Stefanie Heinzmann im Rosenhof

In Georgsmarienhütte gastiert Stefanie Heinzmann im Rahmen der Reihe "Rosenhof On Tour". Wir sprachen mit der Schweizer Sängerin über Brillen, Tätowierungen, Piercings, Manager und Freizeit.

Stefanie Heinzmann, wenn man Ihre Auftrittstermine zurzeit anschaut, spielen Sie zwar immer mal hier oder dort, aber gehen Sie auch mal wieder regulär auf Tournee?

Ja, wenn mein neues Album herauskommt. Das ist doch das Prinzip: neue Songs aufnehmen, Album veröffentlichen, auf Tour gehen.

Und wann kommt Ihr nächstes Album heraus?

Das weiß ich noch nicht, aber Ende dieses Monats fange ich an, neue Songs zu schreiben.

Wenn man auf die Veröffentlichungsdaten der letzten vier Alben schaut, stellt man fest, dass allein drei im März erschienen. Wird das für das nächste auch zutreffen?

Tja, wenn ich jetzt anfange, neue Songs zu schreiben, werden wir es vermutlich nicht schaffen, das Album bis März 2018 fertig zu haben. Das macht mich ein wenig wehmütig. Obwohl es Zufall war, dass wir oft bis März fertig wurden: Es war immer ein guter Zeitpunkt, weil das auch mit meinem Geburtstag zusammenfiel.

Haben Sternzeichen denn eine Bedeutung für Sie?

Nun, ich glaube, dass ich ein typisches Fischekind bin: Supersensibel, perfektionistisch, kreativ, ein offener Mensch. Und wenn mich etwas stresst, suche ich ganz schnell das Weite. Aber ich bin gern Fische. Viele Freunde von mir haben dasselbe Sternzeichen. Wir verstehen uns. Andererseits bin ich aber auch nicht so ein Astrotyp, der wer weiß was in die Sterne hineininterpretiert.

Vor einiger Zeit sah man sie in einem Video ohne Brille. Ist ihre Brille nicht eine Art Markenzeichen?

Ihr Wiedererkennungswert ist vollkommen in Ordnung. Für mich selbst ist es einfach nur eine Brille. Ich sehe halt nichts ohne das Ding. Auf der Bühne habe ich beispielsweise noch nie Kontaktlinsen getragen. Und bei den Dreharbeiten zu dem Video des Songs "In The End" habe ich tatsächlich weder Brille noch Linsen getragen. Da war ich geradezu blind.

Wo wir bei Äußerlichkeiten sind: Lässt das Interesse an Piercings und Tätowierungen im Laufe der Jahre nach?

Bei Piercings finde ich das schon. Das ist einfach nur ein Schmuck. Davon hatte ich früher ganz viel, jetzt nicht mehr. Eigentlich trage ich nur noch den Nasenring. Bei Tattoos ist das anders. Die sind für mich so etwas wie Tagebucheinträge. Da sind viele Erinnerungen auf meiner Haut und ich mag es, diese auf meiner Haut zu tragen. Das hat sich nach Jahren nicht geändert. Im Mai dieses Jahres habe ich mein letztes Tattoo gestochen bekommen. Klar, es gibt Tattoos, die ich mir mit 18 habe stechen lassen und die ich mir heute so nicht mehr machen lassen würde. Aber auch das, was mir mit 18 wichtig war, bleibt – als Symbol. Diese Vergangenheit gehört ja auch zu mir.

Womit verbringen Sie Ihre Zeit, wenn Sie nicht auf Tour oder im Studio sind?

Ich gönne mir eine Pause. Ich habe nach der Veröffentlichung von "Chance Of Rain" gerade zwei ganz wilde, aber auch tolle Jahre durchlebt. Danach hat mich ein wenig die Müdigkeit erwischt. Also habe ich eine kleine Pause eingelegt. Lustigerweise wurde das dann gar keine richtige Pause, weil wir das Management gewechselt haben. Das heißt: Von Januar bis April habe ich im Büro gesessen und mich um meine Buchhaltung gekümmert.

Bisher war doch Ihr Bruder Ihr Manager.

Richtig. Aber ich habe es ihm gegönnt, auch etwas Kreatives zu tun. Acht Jahren war er mein Manager. Mittlerweile wohnt er in Köln und hat dort eine eigene Band: Taken By Giants heißt sie. Claudio weiß aber immer noch über alles Bescheid, was ich mache. Er ist immer der Erste, den ich anrufe, wenn ich einen Rat brauche.

Sie sind auch schon mal bei den Leverkusener Jazztagen aufgetreten. Funktioniert Ihre Musik beim Jazzpublikum?

Das ist zwar Jahre her, aber das ging gut. Eigentlich spiele ich total gerne auf solchen Jazzfestivals, weil die Leute dort zuhören. Ich habe ja richtig gute Musiker in der Band. Wenn mein Gitarrist dann ein Solo spielt, dann spitzen die richtig die Ohren.

Heißt das, dass es Sie bei anderen Festivals stört, wenn die Besucher an der Bierbude stehen und trinken?

Nein, das ist auch völlig in Ordnung. Ich will beides nicht werten. Jeder soll auf seine Art Spaß mit unserer Musik haben.

Bisher sind Sie hier in Osnabrück im Rosenhof aufgetreten, jetzt werden Sie im Rahmen von "Rosenhof On Tour" in Georgsmarienhütte gastieren. Was steht auf dem Programm?

Für unsere Sommertermine sind wir davon abgegangen, vorrangig die Songs vom letzten Album zu spielen. Stattdessen haben wir ein Programm mit den besten Songs aus zehn Jahren zusammengestellt – einen Potpourri aus allen vier Alben. Da sind Songs dabei, die wir gefühlt seit 1000 Jahren nicht mehr gespielt haben. Manche spielen wir genauso wie früher, manche hören sich heute ganz anders an.

Nach welchen Kriterien haben Sie die Songs ausgewählt?

Wir haben die Stücke genommen, die auf der Bühne am meisten Spaß machen. Übrigens sind wir ganz gespannt, wie der Auftritt wird. Wie wir gehört haben, sollen wir dort in einem großen Zelt auftreten.

"Chance of Rain" steigt auf Platz 4 in den schweizer Album Charts ein

Stefanie Heinzmann - Chance of Rain Album Cover

Stefanie Heinzmann - Chance of Rain Album Cover

Airplay- und Album-Charts sind «Chance of Rain» mehr als nur gut gesinnt: Radiostationen und Fans landauf landab finden grossen Gefallen an den neuen Songs und katapultieren das neue Stefanie Heinzmann Album auf zwei Top-Plätze!

Nach dem Einstieg in die offiziellen Schweizer Album Charts landet das neue Album «Chance of Rain» von Stefanie Heinzmann direkt in den Top Ten, genauer gesagt auf Platz #4. Auch auf den heimischen Radiostationen werden Stefanies Songs weiterhin fleissig und gerne gespielt. In den Top 100 Airplay Charts rückt die aktuelle Single «In The End» ebenfalls auf Platz #4 vor, gleich hinter Ellie Goulding, James Bay und Rihanna / Kanye West / Paul McCartney. Das neue Album befindet sich also weiterhin auf dem Vormarsch.

"Chance of Rain" Album Kritik

Von Michael Gasser. Berner Zeitung

Stefanie Heinzmann

Stefanie Heinzmann

Mit ihrer vierten Platte schiesst Stefanie Heinzmann übers Ziel hinaus. Bei ihrer Suche nach dem vollkommenen Sound vergisst die Walliser Sängerin, dass weniger bisweilen mehr ist.

Stefanie Heinzmann hat sich für ihr viertes Album, «Chance of Rain», viel vorgenommen. Sie ging eigens in die grosse weite Welt hinaus, um Songs zu schreiben und an diesen zu feilen. In Nashville, Los Angeles, London oder Berlin suchte sie Inspiration und den perfekten Sound. Das Ergebnis klingt denn auch makellos und abgeklärt und hat nur ein Ziel vor Augen: das Erklimmen der Hitparade.

Den Soul und die Motown-Einflüsse hat die Walliserin aus Visp nicht aufgegeben, aber spürbar gedrosselt. Im Fokus steht jetzt Pop, der nirgends aneckt und so stromlinienförmig ist, dass man ihn kaum mehr wahrnimmt. Wäre da nicht die vielschichtige Stimme Heinzmanns, die Platte fände keine weitere Beachtung.

Die Musikerin, die 2007 durch Stefan Raab und seine Castingshow zum Begriff wurde, mag offensichtlich nicht mehr nur als Powerröhre gelten. Entsprechend finden sich auf «Chance of Rain» viel Midtempo und auch Versuche zur Ballade. Das von einem Astronauten in Aktion handelnde «Closer to the Sun» macht mit ein paar knalligen Beats auf sich aufmerksam, kommt jedoch trotzdem nicht vom Fleck. Und «Waterfall» versucht durch Vielstimmigkeit und mit kühler Elektronik einzunehmen, mutet aber wie ein Liedchen an, das für eine Schüleraufführung konzipiert wurde – ausgesprochen harmlos. Nichts ist schlecht, doch kaum etwas überzeugt. Auf «Stranger in This World» vermengt Heinzmann Afrorhythmen mit Singer-Songwriter-Befindlichkeiten, das ist nett. Und «On Fire» verbindet sie Fetziges mit Understatement und lässt damit kurz aufhorchen, immerhin.

Letztlich gelingt es keinem der Stücke, sich richtig festzuhaken. Geschenkt, dass die Künstlerin über etliches Talent verfügt. Doch nun wäre es auch an der Zeit, etwas aus diesem zu machen. Statt durchschnittliche Kompositionen möglichst kunstfertig zu singen, sollte sich Stefanie Heinzmann lieber nach Songs mit Charakter und dem viel zitierten bisschen Dreck umsehen. «Chance of Rain» ist brav und eine Enttäuschung, weil man spürt: Hier wäre mehr dringelegen, viel mehr.

Das Album erscheint morgen, am 27. März 2015. (Universal)